Mittwoch, 26. Januar 2011

The Philippienes - The Bitch Of Asia

Sooo bevor ich jetzt gar nicht mehrs auf meinen blog schreibe, möchte ich doch noch über meinen philippienen urlaub erzählen der jetzt auch schon über 2 Wochen zurück liegt. Ich bin am 19.12 mit dem Bus nach Saigon gefahren da von dort aus unser Flug nachts um 23.00 aus ging. Erst einen Tag davor hab ich meinen neuen Reisepass mit Visum bekommen, der mir die Reise erst ermöglichte. Irgendjemand hat mir nämlich mal erzählt, dass man seinen Reisepass in die Waschmaschine werfen kann, wenn er schimmelt und das hab ich zu bezweifeln gewagt.
Aufjedenfall bin ich dann mit einem anderen Freiwilligen aus CAn Tho, Kian, auf die Philippienen geflogen und haben uns erst einmal bei anderen wwFs in der WG untergebracht, die wir bis dahin auch noch nicht kannten.
Mit einer Gruppe von 10 Leuten sind wir dann auf die angeblich "schönste" Insel der Philippienen geflogen: Palawan. An sich war die Insel auch wunderschön, aber das Wetter war meistens nur mittelmäßig... Weihnachten wurde dann mit einem dekadenten Restaurantbesuch und wichteln am Strand gefeiert. An Sylvester waren wir wieder in Manila wo ich dann auch Fabi für ein paar Tage getroffen habe.

Manila ist eine rießen große eklige Stadt in der ich niemals leben könnte. Die Einwohnerzahl ist unbekannt, aber laut Wiki warens 2007 11,6Mio und mit der Urbanisierung der Region über 20Mio. Anders als zu Hanoi oder Saigon fahren in Manila fast nur Autos und sehr sehr wenige Mopeds. Dafür ist der Smog noch extremer und alles sieht einfach dreckig aus. Aufgefallen ist mir auch, dass die Spalte zwischen Reichtum und Armut noch viel extremer ist, bzw. beides noch in die Extremen geht. Da hat der vietnamesische Kommunismus doch noch seine Vorteile. Zum einen gibt es überall wo man hinfährt rießige Malls, allen voran natürlich die Mall of Asia, und andererseits sitzen die Leute vor der Haustür und durchwühlen den Müll nach weggeworfener Kleidung oder Essensreste.
Am meisten verblüfft war ich allerdings davon, auf einmal mal wieder mit den Menschen kommunizieren zu können, da ja wirklich fast jeder Englisch kann. In Vietnam hab ich mich daran gewöhnt nur noch mit Händen und Füßen zu reden und wenn mal jemand Englisch spricht nur noch Schlagwörter zu benutzen. Und plötzlich musste man wieder komplizierte Satzstrukturen verwenden mit denen ich ja meine schwierigkeiten hab :D
Es ist jetzt zwar schwer, die ganze philippienische Kultur einschätzen zu können, aber ich habe mich gefühlt, wie bei meinem Cincinnati-Urlaub vor 2 Jahren. Der ganze Lifestyle, die Music, das Essen... irgendwie alles ist total an Amerika angelehnt und hatte überhaupt nichts asiatisches mehr. Lustigerweise haben die andern Freiwilligen die Philippienen deshalb auch als die "bitch of asia" getauft.

Direkt nach dem feiern ins Neujahr sind wir dann sofort in den Bus eingestiegen und nach 8 Stunden Trunkenheitsschlaf in San Fernando wieder aufgewacht sind. Dort hab ich die nächsten Tage mein Glück im Surfen versucht, was richtig Spaß gemacht hat... bis zu dem Zeitpunkt als ich dann ein Surfbrett kaputt gemacht hab und ihm 60€ hinblttern musste.

Zwischendurch haben wir noch einen Abstecher ins Landesinnere gemacht, um in einem kleinen Dorf zu landen, in dem wir anscheinend nicht mehr weg kommen würde, ohne einen privaten Bus zu mieten oder mit einem Guide über einen Bergwandern. Da man bei beidem abzocken wollten, haben wir beschlossen auf eigene Faust los zu laufen, was zu einem kleinen Abenteuer wurde...wir aber letzten Endes doch noch gut am Ziel ankamen.

Ansich fand ich die Philippienen ein richtig tolles Urlaubsziel, um die asiatische Kultur kennen zu lernen, doch eher zweifelhaft.

Die gleichen wie in facebook

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Teachers Day & Pagoda Eröffnung

Am 20.11.2010 ist in Vietnam der Teachers Day. Da dürfe die Schüler ihreren Lehrer Respekt entgegenbringen und beschenken diese. Auch alte Leute, die noch eine Beziehung zu ihren Lehrer haben, besuche diese dann am Teachers Day. Ein Tag vorm Teachers Day wurde eine Zeremonie in meiner Schule abgehalten, wo ich mir dann 2-3 Stunden vietnamesische Reden anhören durfte. Da das aber vom Fernsehen aufgenommen wurde und es immer gut ist, wenn man einen Ausländer dabei sitzen hat, musste ich das über mich ergehen lassen. Dafür gabs anschließend ein umso besseres Essen. Natürliich wurde dazu auch kräftig getrunken. So wurde dann bis um 6 gefeiert, bis die meistens (ich auch) recht angeheitert in die Klassen zum unterrichten mussten.
Am nächsten Tag war dann noch ein Fußballturnier zwischen einzelen Unternehmen, Schulen oder sonst irgendwelchen Sponsoren, an dem ich dank meines Gips nicht teilnehmen konnte.




 Anschließend wurde auch das noch kräftig gefeiert, wo ich dann das erste mal Hund essen durfte. Ansich ein wirklich ausgezeichnetes Fleisch, wenn die Vietnamesen doch nicht immer alles mitessen würden. So trifft man in seinem Essen immer auf Innereien, Herz, Pfoten oder schlecht rassierte Haut:




Dieses Wochenende haben mich zwei meiner Studenten mit auf eine Pagoda Eröffnung genommen, die nach dem Vietnamkrieg zerstört und jetzt wieder neu aufgebaut wurde.



Mal interessant zu sehen, aber mein Highlight war, die Kerzen am Ende in den Mekong hinein zu lassen. Davor durfte man noch ein Gebet/Wunsch auf die Kerze schreiben.



Freitag, 12. November 2010

Phu Quoc aka. das Paradies

"...die einzige große Insel in Vietnam, wunderschön und enifach ein Paradies, das war mir schon vor 20 Jahren klar, dass hier mal was laufen wird" sagte der deutsche Resortbesitzer bei dem wir wohnten.
Er kommt immer von November bis Mai auf die Insel, wohnt aber sonst in Dresden.

Die Reise ging Freitagnacht um 2 los, leider mit einem verstauchten Fuß, da ich 4 Stunden davor noch Fussball gespielt habe.
Wir fuhren mit dem Bus nach Rach Gia (im Reiseführer als eine "Drecksstadt und der Übergang in das Paradies" beschrieben) und dann von dort aus mit der Fähre auf die Insel.

Freitag verbrachten wir den restlichen Tag am 4km langen Sandstrand direkt neben dem Resort. Die Unterkunft war sehr einfach: Wellblechdach, Bambushütte, Klo und Waschbecken, Strom nur abends wenn der Generator läuft).

Am Samstag sind die meisten von uns mit auf einen Schnorcheltrip, bei dem ein Schiff einzelne Buchten abgefahren hat. Das ging überraschend gut mit meinem Fuß, da ich eigentlich kaum laufen konnte. Abends haben wir noch in Sandras Geburtstag hineingefeiert, was der Anlass war, dass wir überhaupt auf die Insel sind.





Am Sonntag haben wir noch eine Mopedtour über die Insel gemacht, sind an verschiedenen Stränden schwimmen gegangen und haben uns die Natur angeschaut.



Montag haben wirs nochmal gemütlich angehen lassen und waren nur am Strand vom Resort und mussten dann auch schon um 1pm auf die Fähre.

Dienstag, 9. November 2010

... was bisher geschah

Irgendwie wurde ich in letzter Zeit sehr Blogfaul...aber freie Minuten in der langen Freizeit zu finden, kann gar nicht einfach sein ;)

Seit meinem Ausflug nach Ha Tien sind bereits 3 Wochen vergangen in denen einiges aber doch auch nichts passiert ist.

Am 20.Okt war der vietnamesische Frauentag, den ich in der Schule gefeiert hab. Es wurde ein Kochwettbewerb veranstaltet, an dem 2 Männer und eine Frau zusammen kochen mussten.



Übers Wochenende waren ich dann endlich mal in Saigon, dazu kann ich eigentlich nur eins sagen: Laut, dreckig, zu viel Verkehr -> ich liebe CanTho ;)
Ich hatte seit langem mal wieder ein Stückchen Käse im Mund und es hat einfach himmlisch geschmeckt! Direkt aus Holland sogar.



Am folgenden Wochenende hatte Jannick Geburtstag, den wir abends alle gemeinsam bei einer BBQ-Party gefeiert haben. Bilder folgen...

Montag, 18. Oktober 2010

Trip nach Ha Tien

Überswochende sind wir zu 7. nach Ha Tien gefahren. Am Freitag wussten wir noch nicht genau wo und was wir jetzt genau machen... Abends hat sich dann Jonas bei Mai Linh (Taxi & Busunternehmen) informiert und einfach mal 7 Tickets nach Rạch Giá gekauft, da das auf halber Strecke zu Ha Tien liegt und anscheinend kein Direktbus dorthin fährt. Als wir gestern Abend wieder daheim waren, war der erste Bus den wir sahen ein direkt Bus von Can Tho nach Ha Tien^^.

Größere Kartenansicht
Los gings dann also um 3 Uhr nachts, alle haben bei uns geschlafen, da das am nähsten zum Bahnhof war. Die Fahrt dauerte dann etwa 3h und es war noch ganz ok im Mai Linh-Bus, die Fahrt nach Ha Tien war dann allerdings in einem uralten Bus, der wohl keine Federung hatte und absolut auf Asiaten abgestimmt war, weil man die Füße eigentlich nur seitlich reinbekommen hat.
Was wirklich anstrengend ist, ist die ganzen Mopedtaxifahrer abzuwimmeln. Sobald die "weiße" im Bus entdecken, wimmelt eine Schar von 10 Vietnamesen um dich rum und alle wollen dich irgendwo hinfahren.
Da es ca. 8 Uhr morgens war und kaum einer geschlafen hatte, sind wir erst mal in ein Café um den köstlichen cà phê sữa đá (http://en.wikipedia.org/wiki/Vietnamese_iced_coffee) zu trinken, nach dem selbst die bisheren "NichtCafetrinker" süchtig geworden sind. Ein Mopedfahrer hat uns immernoch verfolgt und dem konnten wir klar machen, dass wir nicht zu 7 auf sein Moped können sondern ein Texi brauchen.
Somit hatten wir das Glück Technoklaus zu treffen, ein total sympatischer Vietnamese mit Totenkopfbrandy auf der Hand, einigen Narben im Gesicht und sah auch so total drauf aus^^.



Der hat uns dann mit lauter Musik durch Ha Tien zu einer Unterkunft gefahren in der wir für 40.000 VND (1,5€) pro Person in einem Zimmer mit 5 rießigen Matratzen, Duschen und Klo übernachten durften.
Den Tag über haben wir die Stadt besichtigt, sind an den Strand, der zwar nicht schön war, aber das Wasser, sobald man mal ein par Meter hingeschwommen ist, bischen schöner wurde. Wir haben das Seafood gekostet, den klasse Sonnenuntergang genossen und ein bischen am Wasser entlang gewandert.



Die Rückfahrt am nächsten Tag war dann schwieriger als geplant. Als wir wieder mit einem schrecklichen Bus nach Rach Gia gelangt sind, stellten wir fest, dass Mai Linh keine Tickets mehr nach Can Tho verkaufte und wir haben uns auf einen Deal mit irgendeinem Mopedfahrer eingelassen, dass er uns einen Bus für 80.000VND (ca. 3€)pro Person holt, etwa einen Euro teurer als mit dem noblen Mai Linh und es war dann auch wieder ein richtig gammliger Bus, für den man höchsten 30.000 gezahlt hätte. Aber besser als gar nicht heimzukommen... die Fahrt die man zuvor in 3h geschafft hatte dauerte dann über 6 Stunden, da der Bus maximal 20 fuhr und ständig anhielt oder kleine Pausen machte. Da man kein vietnamesisch kann, wusste man auch nicht, wie lang er jetzt hält, also ob man mal schnell aufs Klo kann oder was zum Essen kaufen.
Aber alles in allem ein sehr gelungener Ausflug und bestimmt nochmal ein Ausflug wert. Nächstes mal vielleicht mit dem Moped, da man doch sehr unmobil war und es doch noch einiges zu entdecken gibt.






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